Schluss mit der Doppelbelastung!

Mit sogenannten „Überlastungsanzeigen“ haben Arbeitnehmer*innen die Möglichkeit, Überlastungen am Arbeitsplatz anzuzeigen, wenn ihre Gesundheit und/oder Sicherheit aufgrund von Unterbesetzung oder Zeitdruck gefährdet ist.

 

Wir haben dieses Format übernommen, um in der Öffentlichkeit auf frauenspezifische Ausbeutung – bei der Arbeit und zu Hause – hinzuweisen.

Noch immer sind es Frauen*, die 75 % der Hausarbeit übernehmen. Noch immer werden 2/3 der Pflege von Familienangehörige von Frauen* übernommen. Noch immer sind es Frauen*, die 22 % schlechter bezahlt werden. An dieser Stelle könnten wir problemlos die lange Liste an Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen* weiter fortsetzen. Doch wir sagen: ‚Es reicht!‘

Die Überlastungsanzeigen haben wir gemeinsam bei unserem letzten Frauen*stammtisch zum Thema „Gender-Care-Gap“ ausgefüllt und sie am Samstag – auf neon-farbigem Papier ausgedruckt – in der Stadt, den Randbezirken, Parks und auf Spielplätzen für alle sichtbar aufgehängt.

Dabei ist es ein Schritt, Öffentlichkeit für diese Themen zu generieren, doch der Weg hin zu einer gerechten Gesellschaft ist noch lang. Die Selbstbestimmung von Frauen ist nur möglich in einer Gesellschaft, in der alle Menschen solidarisch miteinander leben: Eine Gesellschaft, in der Pflege und Sorge um einander kein schlecht bezahlter Job ist, sondern gemeinsam und kollektiv von Männern und Frauen organisiert wird. Eine Gesellschaft, in der Pflege und Sorge im Interesse der Menschen erfolgt und nicht, um einzelne wieder „arbeitsfähig“ zu machen.

Dafür gehen wir am 7. und 8. März auf die Straße. Seid dabei!

07.03.2020:
Aktionstag,
12:00 bis 16:00 Uhr, DGB Haus (Willi Bleicher Straße 20, Stuttgart)

08.03.2020:
Internationaler Frauen*kampftag mit Kundgebung und Demonstration,
11:30 Uhr, Karlsplatz