Erste Eindrücke vom 8. März in Stuttgart

Heute am 8. März sind wir vom Aktionsbündnis gemeinsam mit ca. 700 Menschen zum internationalen Frauenkampftag auf die Straße gegangen. Mit unserem Protest haben wir die zahlreichen Formen der Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen in Deutschland und weltweit angekreidet. Noch immer gibt es Lohungleichheiten zwischen Männern und Frauen, noch immer sind Sexismus und Gewalt gegen Frauen Alltag. Noch immer leisten Frauen zusätzlich zur Lohnarbeit mehrere Stunden unbezahlte Pflege,-Sorge- und Hausarbeit täglich.

Unter dem Motto: „Selbstbestimmt: Im Job, zu Hause, überall!“ haben wir alle Frauen* dazu aufgerufen, jegliche Formen der unbezahlten Pflege- Haus- und Sorgearbeit an diesem Sonntag ruhen zu lassen und stattdessen zur Demonstration zu kommen. Bis heute stecken vor allem Frauen zahlreiche Stunden in diese Arbeiten, ohne, dass diese bezahlt oder wertgeschätzt wird. Und das, obwohl sie ein elementarer Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens ist.

Die Demonstration war begleitet von verschiedenen kreativen Aktionen: Schon vor dem Beginn der Kundgebung haben Frauen eine Statue am Karlsplatz umgestalte in ein schönes Denkmal an all die Frauen, die die tägliche Haus-, Pflege- und Sorgearbeit übernehmen – auch an vermeintlich freien – Sonntagen. Ebenso symbolisierte die am Straßenrand aufgehängte Wäscheleine, dass wir als Frauen diese Arbeit nicht weiter einfach so übernehmen wollen. Wir wollen, dass diese gleichermaßen auf alle verteilt werden und in einem kollektiv-solidarischem Rahmen organisiert werden. Mit einem Transparent wurde zudem die aktuellen Verhältnisse sichtbar gemacht:
Für den gleichen Lohn müssen Männer 6,33 Stunden und Frauen 8 Stunden am Tag arbeiten.

Hinzu kommen für Frauen 4,26 Stunden unbezahlter Arbeit im Haushalt – Männer dagegen übernehmen lediglich 1,48 Stunden dieser unbezahlten Arbeit.

Neben Aktionen zur unbezahlten Pflege- und Sorgearbeit wurde außerdem an historische Kämpfe – wie den Frauenstreik 1994 und die Kämpfe von Clara Zetkin – erinnert, auf die spezifische Situation von Frauen auf der Flucht aufmerksam gemacht, die Kämpfe der aktuellen Klima- und Frauenbewegungen miteinander verknüpft und Sexismus gegenüber Frauen, die in der Gastronomie arbeiten, anprangert.

Bevor ihr hier einen ausführlichen Bericht von all unseren Aktivitäten zum 8.März-Wochenende findet, wollen wir an dieser Stelle schonmal ein paar Bildeindrücke vom 7. und 8. März mit euch teilen:

Bilder vom Aktionstag

 

Bilder von der Demonstration