Aktionstag: Frauen*solidarität! #jetzterstrecht

~~ englisch below ~~ türkçe aşağıda ~~

Frauen*solidarität! #jetzterstrecht

Wir Frauen* sind von der Corona-Krise und ihren sozialen Folgen besonders betroffen.
Nicht nur ökonomisch bekommen wir die Folgen besonders zu spüren und das obwohl viele Frauen* gerade im Gesundheitswesen und Lebensmitteleinzelhandel die Gesellschaft am Laufen halten. Wir spüren die Folgen auch an unseren Körpern: „Stay at Home“ kann für viele Frauen* tödlich enden, da häusliche Gewalt nachweislich in der Isolation zu Hause steigt. Auch das Leben von ungewollt schwangeren Frauen* ist in Gefahr, da es fast unmöglich geworden ist Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Die Bewältigung der Corona-Krise darf nicht auf unsere Kosten gehen! Ein Zurück zu der Normalität vor Corona ist für uns keine Option, denn diese Normalität bedeutete für uns doppelte Ausbeutung, zu Hause und im Job, Gewalt und Entmündigung.

    • Am 8. März haben wir zu einem Streik der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit aufgerufen. Denn Frauen* arbeiten 1,5 mal so viel unbezahlt im Haushalt als Männer. Das führt zu einer ökonomischen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Der Gender Pay Gap beträgt 21%. Mit dieser Zahl wird aber das Ausmaß der Ungleichheit nicht erfasst: Frauen* verdienen im Laufe ihres Lebens durchschnittlich 50% weniger als Männer. Seit am 16. März zum Infektionsschutz alle Schulen und KiTas geschlossen wurden, bleibt der zusätzliche Betreuungsbedarf wieder an uns Frauen* hängen. Viele Frauen* versorgen jetzt ihre Nachbar*innen, Eltern und andere Menschen, die einer Risikogruppe angehören ehrenamtlich. Der Staat verlässt sich einmal mehr darauf, dass Frauen* unbezahlt Sorgearbeit übernehmen. Die Krise zeigt, wie wichtig es ist, dass hier nicht nur ein Umdenken stattfindet, sondern unbezahlte Sorgearbeit endlich umverteilt und auch jenseits der Kleinfamilie organisiert wird.
    • Im Gesundheitswesen und im Lebensmitteleinzelhandel sind über 75% der Beschäftigten Frauen*. In den letzten Wochen wurde deutlich, wie elementar diese Arbeit für jede Gesellschaft ist. Trotz der Einstufung dieser Tätigkeiten als „systemrelevant“ arbeiten die Frauen* immer noch schlecht bezahlt und unter immer schwierigeren Arbeitsbedingungen. Zudem haben viele Frauen* in diesen Berufen keine deutsche Staatsbürgerschaft und werden bis zu 44% schlechter bezahlt werden als ihre deutschen Kolleg*innen. Krankenpflegerinnen* und Verkäuferinnen* sind jetzt einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Schutzausrüstung steht oft nur unzureichend zur Verfügung. Es fehlt die Zeit sich die Hände zu desinfizieren, während sich die Überstunden anhäufen. Während jetzt alle „Danke“ sagen, werden die ökonomischen Folgen der Corona-Krise für Frauen* kaum thematisiert, obwohl sie besonders schwer ausfallen: Frauen* arbeiten überdurchschnittlich oft in Teilzeit, befristet und prekär angestellt, in der Gastronomie, im Einzelhandel, in Friseursalons. Diese Frauen* fürchten jetzt besonders um ihre Jobs. Und wer schon vor Corona an der Niedriglohnschwelle verdient hat, kann mit einem Kurzarbeitsgeld von 60% keine Miete mehr zahlen.
    • Jede vierte Frau hat körperliche und sexuelle Gewalt durch ihren (Ex)Partner erfahren, die Hälfte lebt mit dem Täter zusammen. Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex)Partner getötet. Diese Zahlen häuslicher Gewalt steigen in der erzwungenen Isolation weiter an. Es gibt jetzt schon zu wenig Frauen*hausplätze. Nach der Istanbul-Konvention fehlen in Deutschland 15.000 Frauen*hausplätze. Es gibt bundesweit gerade einmal 6.800 Frauen*hausplätze. Das ist weniger als Eindrittel der durch die Istanbul-Konvention geforderten 21.400 Plätze. Es braucht jetzt kurzfristig mehr Frauen*hausplätze! Wir fordern daher, dass die Städte jetzt leerstehende Hotelzimmer für Frauen* in Not anmieten!
    • Schwangerschaftsabbrüche sind noch immer im Strafgesetzbuch geregelt: Ein Abbruch ist nur in den ersten zwölf Wochen und nach einer Zwangsberatung legal. Ärzt*innen, die einen Abbruch durchführen gibt es immer weniger. Oft liegt die nächste Praxis bis zu 200 km entfernt. Diese Bedingungen kriminalisieren Frauen*, die einen Abbruch vornehmen und sie werden jetzt zu kaum mehr überwindbaren Hindernissen, da es schon schwer ist überhaupt einen Termin bei einer Frauen*ärzt*in zu bekommen. Viele Frauen* bringt das in existenzielle Not, sind suizidgefährdet oder greifen zu gefährlichen Abtreibungsmethoden. Frauen* mit wenig Geld sind hier besonders betroffen, da sie durch die Schließungen der Krankenkassen viel länger auf die Erklärungen zur Kostenübernahme warten müssen. Nicht zuletzt, weil die Zahl an häuslicher Gewalt zunimmt, ist jetzt auch damit zu rechnen, dass ungewollte Schwangerschaften zunehmen werden. Schwangerschaftsabbrüche müssen endlich als normale medizinische Eingriffe anerkannt werden. Medikamentöse Abbrüche zu Hause müssen endlich zugelassen werden! §218 und §219 StGB ersatzlos streichen!
Der Corona-Virus macht uns krank, aber diese kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse zerstören unser Leben!
Wir kämpfen gemeinsam für eine solidarische Welt!

Mit einem Aktionstag am 18.04. wollen wir in unseren Fenstern und online auf diese katastrophalen Umstände aufmerksam machen:

1) Zur Fensterdemo:
Setzt ein Zeichen und hängt am Samstag 18.04. ein Transparent oder ein Schild mit euren Forderungen von euren Balkonen und aus euren Fenstern: Macht Fotos davon, postet diese auf euren Social Media Kanälen mit #jetzterstrecht und schickt sie bis 14:00 Uhr an aktion-frauen@riseup.net.
2) Kommt mit uns ab 15 Uhr auf eine Online-Demoroute:
Ab 15:00 wollen wir die Internetauftritte verschiedener politischer Institutionen besuchen und dort unseren Protest hinterlassen. Wenn wir nicht kollektiv auf die Straße können, lasst uns kollektiv im digitalen Raum agieren. Eine genaue Anleitung dazu folgt in den kommenden Tagen.

Dazu
  •  Die Folgen der Corona-Krise nicht auf unserem Rücken abwälzen!
  • Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit! Aufwertung der systemrelevanten Berufe!
  • Sorgearbeit gerecht verteilen!
  • Stoppt die Gewalt gegen Frauen*!
  • Sofortige Bereitstellung von mindestens 15.000 zusätzlichen Frauen*hausplätzen!
  • Für legale, sichere und kostenfreie Schwangerschaftsabbrüche!
Was bisher galt, gilt jetzt erst recht!
#KeineMehr #FreeSafeLegal #EqualPay #CareRevolution #Frauenstreik #ichstreike8m #nichtaufunseremrücken
Unser Aufruf in Bildern, zum teilen und weiterleiten:

~~ english ~~

Since the current Corona-crisis is hitting women* especially hard, we – the Aktionsbündnis 8. März Stuttgart (action coalition for the 8th of March Stuttgart) – call for a nationwide online day of action on Saturday, the 18th of April.

Please share this call with your friends, comrades and in your networks and participate in the activities! We would be delighted if you would share your action ideas with us and other women*.

For this purpose you can contact us via aktion-frauen@riseup.net .

Over the course of the upcoming week we will publish short speeches regarding specific topics on our homepage www.aktion-frauen.tk as well as on Instagram and facebook.

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Women*solidarity! #JetztErstRecht

As women* we are particularly affected by the Corona crisis and it’s social consequences. Not only do we feel the economic consequences particularly hard – even though many women* help keep our society running at the moment working in healthcare and food retail. We feel these consequences on our bodies too: „Stay at Home“ can end deadly for many women*, since domestic violence increases demonstrably in isolation at home. The lives of involuntarily pregnant people are also at risk since it has become almost impossible to terminate a pregnancy.

Managing the Corona crisis can not be done at our expense! Going back to the normality before Corona is not an option for us, for this normality means double exploitation – at home and in our jobs, violence and disenfranchisement.

  • On the 8th of March we called for a strike of unpaid domestic and care labour.Women* do 1.5 times as much unpaid domestic labour compared to men, which leads to economic gender inequality. The gender pay gap lies at 21%. This number doesn’t show the entire scope of the inequality though: During their lifetime women* earn about 50% less than men on average.  Since all schools and kindergardens were closed for infection control on March 16th women* are stuck with the resulting additional care needs once again. Many women* volunteer right now to take care of their neighbours, parents and other at-risk people. Once again the state is relying on women* picking up care labour without pay. This crisis shows how important it is to change this way of thinking but also to redistribute unpaid care labour and organize it beyond the nuclear family.
  • 75% of workers in healthcare and food retail are women*. The last weeks have shown how fundamentally important these jobs are for every society. Despite labelling these occupations as „essential“ these women* still have to work while being paid poorly and labouring under increasingly difficult working conditions. Additionally many women* working these jobs don’t have German citizenship and are paid up to 44% less than their German colleagues. Nurses and retail workers are exposed to a high risk of infection right now. Safety equipment is often in short supply. There is not enough time to disinfect one’s hands while simultaneously overtime piles up. While everybody is quick to say „Thanks“ right now, the economic consequences of the crisis that women* face are barely talked about even though they are hit particularly hard: Women* work part-time, temporarily or precariously employed in gastronomy, retail and hair salons at an above-average rate.  These women* are now especially worried about their jobs. And those who even before Corona worked for low wages cannot pay their rent with a short-time work compensation of 60 %.
  • One in four women* has experienced physical and sexual violence from an (ex)partner, half of them live with the perpetrator. Every three days a woman* is killed by an (ex)partner. These numbers of domestic violence rise in forced isolation. There is already a shortage of places in women*’s shelters. According to the Istanbul Convention Germany is 15.000 places short. Nation-wide there are only 6.800 places in such shelters, which is less than a third of the 21.400 places demanded in the Istanbul Convention. There is now an urgent need for more places in  women*’s shelters! That is why we demand that during this time cities rent empty hotel rooms for women* in need!
  • Termination of pregnancies are still regulated by the Strafgesetzbuch (German penal code): A termination is only legal during the first 12 weeks and after a mandatory consultation. The number of physicians who provide  terminations is steadily decreasing. Often the nearest office is a distance of up to 200km away. These circumstances criminalize people who terminate a pregnancy and are now becoming almost insurmountable  obstacles since even getting an appointment with a gynaecologist is very difficult. This puts many people in  existential distress, they become suicidal or resort to dangerous abortion methods. People with little money are hit especially hard by this, as they have to wait much longer for declarations of cost coverage  due to the closures of health insurance companies. Not least because of the increase in domestic violence  the number of unwanted pregnancies can now also be expected to increase. Termination of pregnancies must finally be recognised as normal medical procedures.  Medically induced terminations at home must finally be approved! Delete §218 and §219 StGB without replacement!

With a day of action on April 18th we want to increase awareness of these catastrophic circumstances from our  windows and online: The corona-virus makes us sick, but these capitalist and patriarchal conditions are destroying our lives!

We fight together for a world in solidarity!

Call for Action on Saturday, 18.04.:

1) Place the protest in your own window
Set a sign and hang a banner or sign with your demands from your balconies and out of your windows. Take pictures of it, post them on your social media channels with #JetztErstRecht and send them to aktion-frauen@riseup.net before 2 p.m.

2) Join us on our online demo-route:
From 15:00 we want to visit the websites of various political institutions and leave our protest there. If we cannot take to the streets collectively, let us act collectively in the digital space. A detailed guide to this will follow in the coming days.

Do not pass the consequences of the Corona crisis on to us!
Equal pay for equal work! Upgrading of systemically relevant professions!
Distribute care work fairly!
Stop violence against women*!
Immediate provision of at least 15,000 additional women*’s shelter places!
For legal, safe and free abortions!
What was important up to now is even more important now!

#KeineMehr (not one more) #FreeSafeLegal #EqualPay #CareRevolution #Frauen*streik (women’s strike) #ichstreike8m  ( I strike 8m) #nichtaufunseremrücken (not on our backs)

~~ Türkçe ~~

Yeter Artık! Eskiden doğru olan şimdi daha da geçerli!

Biz kadınlar Corona krizinden ve sosyal sonuçlarından özellikle etkileniyoruz. Birçok kadın toplumsal yaşamın devam etmesini sağlayan sağlık ve gıda perakendeciliği sektörlerinde çalışsa da krizin sadece ekonomik sonuçlarıyla karşılaşmıyor. Bedenlerimizdeki sonuçları da hissediyoruz: „Evde Kal“ birçok kadın için ölümcül olabilir; çünkü aile içi şiddetin evde kalma zorunluluğunda arttığı belgelenmiştir. İstenmeyen hamileliklerde kürtaj yaptırmak ise neredeyse imkansız hale geldiğinden kadınların hayatı tehlike altındadır.

Corona krizinin faturası bize kesilmemeli!

Corona’dan önceki normalliğe dönüş bizim için bir seçenek değildir, çünkü bizim için o normallik, evde ve işte çift sömürü, şiddet ve güçsüzlük anlamına geliyor(du).

  • 8 Mart’ta ücretsiz ev ve bakım işleri grevi çağrısı yaptık. Çünkü kadınlar evde erkeklerden 1.5 kat daha fazla çalışıyor. Bu cinsiyetler arasında ekonomik eşitsizliğe yol açıyor. Cinsiyetler arası ücret farkı ise yüzde 21. Ancak bu rakam eşitsizliğin boyutunu göstermiyor: Kadınlar yaşamları boyunca erkeklerden ortalama yüzde 50 daha az kazanmakta. Enfeksiyondan korunmak için tüm okul ve kreşler 16 Mart’ta kapatıldığından ek çocuk bakımı yine kadınlara bırakıldı. Birçok kadın komşularını, ebeveynlerini ve bir risk grubuna mensup diğer insanları desteklemek için gönüllü oluyor. Devlet, çocuğa ücretsiz olarak bakmaları için bir kez daha kadınlara güveniyor. Kriz, bu konunun sadece yeniden düşünülmesinin değil, aynı zamanda ücretsiz bakım işlerinin yeniden dağılımı ve küçük ailenin ötesinde örgütlenmesinin ne kadar önemli olduğunu ortaya koydu.

  • Sağlık ve gıda perakendeciliği alanında, işgücünün yüzde 75’inden fazlası kadın. Son birkaç haftada, bu çalışmanın toplum için ne kadar önemli olduğu ortaya çıktı. Bu işler „sistem açısından önemli“ olarak sınıflandırılmasına rağmen, kadınlar hala düşük ücretlerle ve giderek zorlaşan çalışma koşulları altında çalışmakta. Hemşireler ve perakende satış merkezi çalışanları yüksek enfeksiyon riski altında. Koruyucu donanım genellikle yetersiz. Fazla mesai birikirken ellerini dezenfekte etmek için zaman yok. Şimdi herkes „teşekkür ederim“ diyor ama, bu kadınlar için korona krizinin özellikle zorlu olan ekonomik sonuçları pek tartışılmıyor: Yarı zamanlı, geçici ve güvencesiz işlerde, gastronomide, perakende satışlarda, kuaför salonlarında çalışan kadınların oranı ortalamanın çok üstünde. Buralarda çalışan kadınlar şimdi işlerini kaybetmekten daha fazla endişe duyuyorlar. Zaten Corona’dan önce düşük ücret alanlar yüzde 60’lık kısa çalışma parası ile kiralarını ödeyemeyecek durumdalar.
  • Her dört kadından biri (eski-şimdiki) partnerinden fiziksel ve cinsel şiddet görmüş durumda, bunların yarısı hala fail ile birlikte yaşıyor Her üç günde bir, bir kadın eski-yeni partneri tarafından öldürülüyor. Zorla evde kalmada bu tür aile içi şiddet artmaya devam edecek. Zaten çok az sayıda kadın sığınma evi var. İstanbul Sözleşmesi’ne göre, Almanya’da kadın sığınma evlerinde 15.000 yer eksik. Ülke çapında sadece 6.800 kadına yetecek yer var. Bu, İstanbul Sözleşmesi’nin gerektirdiği 21.400 yerin üçte birinden daha az. Artık daha fazla kadın sığınma evine ihtiyaç var! Bu nedenle belediyelerin ihtiyaç sahibi kadınlar için boş otel odalarını kiralamasını talep ediyoruz!
  • Kürtajlar hâlâ ceza kanununa göre düzenlenmekte: Kürtaj yalnızca ilk on iki hafta ve zorunlu danışmanlıktan sonra yasal. Kürtaj yapan doktor sayısı giderek azalıyor. En yakın kürtaj doktoru genellikle 200 km uzaklıkta. Bu koşullar, kürtaj yaptıran kadınları suçlu hale getiriyor ve bir doktordan randevu almak çok zorlaştığı için artık başedilemeyecek zorluk oluyor. Bu durum birçok kadın açısından yaşamsal önem taşıyor, istemeden hamile kalan kadınlar intihar riski altında veya tehlikeli düşük yöntemleri denemekte. Bu durum yoksul kadınları daha fazla etkiliyor; çünkü sağlık sigortası bürolarının çoğunun kapanması nedeniyle masrafın üstlenilip üstlenilmeyeceği haberini daha geç alıyorlar. Corona nedeniyle zorunlu evde kalma aile içi şiddeti arttırdığı gibi istenmeyen gebelikleri de arttıracak. Bu nedenle kürtaj normal tıbbi müdahale olarak kabul edilmelidir. Evde ilaçla düşükler nihayet serbest bırakılmalıdır! Kürtaj ceza yasaları olarak bilinen ceza yasasının 218 ve 219. paragrafları iptal edilmelidir.

Bir online kampanyası ve pencere eylem günü ile 18 Nisan´da bu kötü duruma dikkat çekmek istiyoruz: Korona virüsü bizi hasta ediyor, ancak bu toplumsal koşullar / kapitalist ve ataerkil toplumsal yapı hayatımızı yok ediyor!

18 Nisan’da balkon ve pencerelerinize bir pankart veya afiş asarak tavır alın. Fotoğraflarını çekerek sosyal medyada #jetzterstrecht hashtag’iyle duyurun ve fotoğraflarınızı aktion-Frauen*@riseup.net email adresine gönderin.

18 Nisan’da bizimle birlikte saat 15. 00’ten itibaren online bir eylem yapın.

  • Krizin faturasının bize kesilmemesi için!
  • Kadına yönelik şiddete karşı!
  • Yasal, güvenli ve ücretsiz kürtaj için!

Eskiden doğru olan şimdi daha da geçerli!

#keinemehr: İstanbul Sözleşmesi’ni kısıtlamasız uygulayın!

#freesafelegal: §218 ve §219’u iptal edin!·

#equalpay: Eşit ve adil ödeme!·

#carerevolution: Ücretsiz bakım çalışmalarını yeniden dağıtın!

#KadınGrevi

#SırtımızdanDeğil

Stuttgart 8 Mart Eylem Birliği

~~ Español ~~

La crisis del corona afecta especialmente con fuerza a las mujeres. Nosotras, el Aktionsbüdnis 8. März Stuttgart (colectivo de acciones 8 de marzo en Stuttgart) convoca una jornada de acciones online en todo Alemania para el sábado 18 de abril.

¡Comparte esta convocatoria con tus amigxs, tus compañerxs y en las redes sociales y participa! ¡Comparte tus ideas y acciones con nostrxs y otrxs mujeres!

Nos puedes contactar a través de nuestro correo: aktion-frauen@riseup.net

A lo largo de la próxima semana iremos publicando en nuestra página web www.aktion-frauen.tk, Instagram y Facebook, vídeos sobre varios temas que afectan las mujeres en esta situación.

¡Solidaridad entre mujeres! #ahoramasquenunca

La crisis por el corona y sus consecuencias sociales están afectando especialmente a las mujeres. Las consecuencias no son que sufrimos no son solo económicas aún cuando muchas mujeres precisamente mantienen la sociedad en funcionamiento a través de su trabajo en la sanidad y en la alimentación. También sufrimos las consecuencias en nuestros cuerpos. El lema „quédate en casa“ por mujas mujeres puede terminar con la muerte. Está demostrado que la violencia doméstica aumenta en la situación de aislamiento. Asimismo, la vida de las mujeres con un embarazo no deseado también está en peligro ya que es prácticamente imposible abortar.

¡La superación de la crisis del corona no puede ser a costa nuestra! Tampoco la vuelta a la normalidad antes del corona es una opción para nosotras porque esta normalidad significa una doble opresión, en el hogar y en el trabajo, a través de la violencia y limitación.

  • El 8 de marzo convocamos a la huelga del trabajo de cuidados y en el hogar porque las mujeres trabajan 1,5 veces más de forma no remunerada en el hogar que los hombres. Eso conlleva desigualdades económicas entre hombres y mujeres. La brecha salarial es del 21 %. Esta cifra, sin embargo, no refleja las dimensiones de la desigualdad. A lo largo de su vida, las mujeres ganan de media un 50 % menos que los hombres. Desde que el 16 de marzo se cerraron todas las escuelas y jardines de infancia como medida preventiva, el cuidado de los menores vuelve a recaer en las mujeres. Muchas de nosotras ayudamos a nuestrxs vecinxs, familiares y otras personas en grupos de riesgo. De nuevo, el Estado confía en que las mujeres asumirán el trabajo de cuidados no remunerado. Esta crisis hace evidente que no solo es importante hacer un pequeño replanteamiento sino que de una vez por todas el trabajo de cuidados tiene que ser organizado más allá de la familia nuclear.
  • El 75 % de las personas que trabajan en la sanidad y en la alimentación son mujeres. En las últimas semanas se ha puesto en claro que estos dos sectores son fundamentales para cualquier sociedad. Aunque el trabajo en estos sectores se ha calificado de „esencial para el sistema“, las mujeres siguen teniendo que trabajar en malas condiciones y por un salario muy bajo. Además, muchas mujeres en estos empleos no tienen la nacionalidad alemana y se les paga un 44 % menos que a sus compañerxs alemanxs. El personal sanitario y lxs trabajadorxs en el sector de la alimentación están expuestxs a un riesgo de infección muy elevado. Falta tiempo para desinfectarse las manos a la vez que las horas extra se acumulan. Mientras todos expresan su agradecimiento hacia ellxs, las consecuencias económicas de la crisis del corona en las mujeres no reciben –a pesar de su gravedad– ninguna atención. Muchas más mujeres que hombres tienen un empleo a tiempo parcial, con contrato definido o en situaciones precarias en la gastronomía, el comercio o la estética. Esas mujeres temen actualmente todavía más por la estabilidad de su puesto. Y todas esas personas que antes del corona ya trabajaban por un sueldo situado prácticamente en el salario mínimo, ahora, si están afectadas por la jornada reducida impuesta, ya no pueden pagar su alquiler,
  • Una de cada cuatro mujeres sufre violencia física o sexual por su pareja o expareja. La mitad de ellas convive con su agresor. Cada tres días una mujer es asesinada por su pareja o expareja. Los casos de violencia doméstica aumentan, además, con el aislamiento impuesto. Ya antes del corona faltaban plazas en las casas de acogida para mujeres. De acuerdo con el convenio de Estambul, en Alemania debería haber 15.000 plazas más de las actuales. Actualmente hay 6.800 plazas en casa de acogida, lo que corresponde a un tercio de las 21.400 plazas que corresponderían según el convenio de Estambul. ¡Queremos más plazas en casas de acogida para mujeres ya! Por eso exigimos que en las ciudades se pongan las habitaciones vacías en hoteles a disposición de las mujeres en una situación de necesidad.
  • El aborto voluntario sigue estando regulado en el código penal: el aborto solo es legal en las primeras doce semanas del embarazo y tras haber pasado por un asesoramiento obligatorio. Cada vez hay menos médicxs que practiquen abortos, por lo que a menudo hay que recorrer hasta 200 km para poder acudir a una consulta médica. Estas condiciones contribuyen a la criminalización de las mujeres que abortan. En los tiempos actuales todavía los impedimentos a los que se enfrentan hacen que abortar sea prácticamente imposible porque es prácticamente imposible tener una cita médica.

Eso lleva a muchas mujeres en una situación de crisis vital, corren el riesgo de suicidio o recorren a métodos para abortar altamente arriesgados. Las mujeres con pocos recursos económicos están especialmente expuestas a este riesgo porque los seguros médicos están cerrados y tienen que esperar muchos más días a ser asesoradas sobre la cobertura de los costes de un aborto. Por último, el aumento de la violencia doméstica hace prever que también aumenten el número de embarazos no deseados. El aborto voluntario tiene que ser reconocido como cualquier otra intervención médica normal. ¡Los abortos medicamentosos en casa deberían ser legales de una vez por todas! ¡Los párrafos 218 y 219 del código penal alemán deberían ser suprimidos totalmente sin ser reformulados!

El 18 de abril se ha planeado una jornada de acciones para llamar la atención sobre estas condiciones catastróficas a través de las redes sociales y las ventanas de nuestras casas.

¡Podemos enfermar por coronavirus pero el patriarcado y el capital acaban con nuestra vida!

¡Luchamos juntas por un mundo solidario!

El sábado 18 de abril queremos lanzar un mensaje. Cuelga carteles y pancartas en tus balcones y ventanas. Haz una foto y cuélgala en los canales de las redes sociales con el hashtag #jetzterstrecht [ahora más que nunca] y mándala a la dirección aktion-frauen@riseup.net hasta las 14 h.

Súmate a la manifestación online a partir de las 15 h:

  • ¡No cargaremos las consecuencias de la crisis del corona a nuestras espaldas!
  • ¡Salario equitativo por un trabajo con el mismo valor! ¡Valorización de los sectores profesionales esenciales para el sistema!
  • ¡Exigimos que se reparta el trabajo de cuidados de forma equitativa!
  • ¡Basta ya! ¡Stop violencia contra las mujeres!
  • ¡La habilitación de un mínimo de 15.000 plazas más en casas de acogida para mujeres no puede esperar más!
  • ¡Aborto legal, seguro y gratuito!

¡Todas estas demandas valen más que nunca!

#KeineMehr #FreeSafeLegal #EqualPay #CareRevolution #Frauenstreik #ichstreike8m #nichtaufunsremrücken #ahoramasquenunca #niunamenos #huelgafeminista #huelgademujeres #abortolibre #abortolegal