Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst – der Kampf geht weiter!

Unser Kampf geht weiter…

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst laufen noch immer und wir als Frauen* unterstützen diese weiterhin tatkräftig. Um die 2000 Beschäftigten sind zum Warnstreik am 08.10.2020 in Stuttgart auf die Straße gegangen. Verschiedene Branchen waren aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen und sind diesem Aufruf auch gefolgt – mitunter der Sozial- und Erziehungsdienst, das Gesundheitswesen, die Abfallwirtschaft, der öffentliche Nahverkehr und die Hauswirtschaft.

So wie wir bereits die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst, im Krankenhaus und in der Hauswirtschaft unterstützt und begleitet haben, waren wir auch heute mit Frauen*streikzeitungen, Schildern, Sprühschablonen, einem Banner und einem Infotisch präsent. Damit haben wir auch beim Streik des gesamten öD frauenkämpferische Akzente gesetzt.

Auch einen Monat nach Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, hat die Seite der Arbeitgeber noch immer kein Angebot vorgelegt.

Sie sagen, der öffentliche Dienst sei krisenfest und zukunftssicher.

Für die 2,4 Millionen Beschäftigten, die mit geringen Löhnen über die Runden kommen müssen und bei einer Nullrunde mit weiterem Reallohnverlust rechnen müssen, ist die Zukunft aber alles andere als sicher. Wir sagen: Wenn die Arbeitgeber weiterhin blockieren, dann kämpfen wir weiter!

Sie sagen, die Warnstreiks belasten die Bürgerinnen und Bürger. Doch das Problem sind nicht die Streiks, sondern die kapitalistischen Verhältnisse. Überall im öffentlichen Dienst wird gespart. Sei es am Personal, am Gehalt oder an Zeit für konkrete Tätigkeiten. Diese Zustände gehen auf Kosten der Beschäftigten und auf Kosten aller Bürgerinnen und Bürger.

Deshalb streiken wir nicht nur für höhere Löhne, sondern für eine gute gesellschaftliche Grundversorgung jenseits des Kapitalismus. Wir streiken in dieser Tarifrunde weiter und kämpfen auch darüber hinaus. Ohne uns läuft nichts!

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