Solidarität mit den Frauen* in Polen! Macht mit!

Das wird so lange weitergehen, bis die Herren begreifen, was sie getan haben.“
Marta Lampert

Das sagte die Sprecherin der Frauen*streikbewegung Polens. Seit nun fast einer Woche gehen Tausende Menschen und vor allem Frauen* auf die Straße und protestieren.

Das ohnehin schon restriktive Abtreibungsgesetz wurde weiter verschärft und die körperliche Selbstbestimmung der Frauen* erneut angegriffen. Die konservative PiS-Regierung treibt seit Jahren einen weiteren Rechtsruck voran – wie in vielen Teilen der Welt momentan zu beobachten ist, führt das zu mehr Rassismus, Ausbeutung und Einschränkungen der Frauen*rechte.

Doch das bleibt nicht unbeantwortet: die Proteste richten sich gegen die fundamental-christliche Regierung. So werden Gottesdienste und Parlamentssitzungen gestört, Straßen blockiert und heute, am 28.10. gestreikt! Die Frauen*streikbewegung rief zum landesweiten Generalstreik auf und erfuhr breite Solidarität. Ganze Betriebe stehen heute still – anders als die Straßen der Stadt. Die breiten Demonstrationen werden in naher Zukunft kein Ende finden – denn Aufgeben ist keine Option. Bereits 2016 stand die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes vor der Tür, woraufhin 200.000 Menschen als Protest dagegen dem Aufruf des Generalstreiks nachkamen. Und zwar erfolgreich! Die PiS versucht, die momentane Situation in der Pandemie auszunutzen, weil sie annimmt, die Proteste würden nicht so gravierend ausfallen. Doch weit verfehlt!

Kämpferische Grüße und unsere bedingungslose Solidarität gilt den Frauen* Polens, die gerade für ihr Recht und gegen das Patriarchat kämpfen!

Doch die Rückschritte, die wir dort sehen, sind kein Einzelfall. Überall, wo Rechte erstarken, werden Fortschritte rückgängig gemacht und bereits erkämpfte Frauen*rechte angegriffen.

Auch in Deutschland sind wir weit davon entfernt, frei über unseren Körper entscheiden zu können. Abtreibungen sind zwar unter bestimmten Umständen straffrei, aber illegal (§218) und nur in einem eingeschränkten Zeitraum möglich. Deshalb haben wir genug Gründe, um als Frauen* auf die Straße zu gehen und uns zu wehren.

WE FIGHT BACK!

Um unsere Solidarität sichtbar zu machen, haben wir Plakate entworfen, die ihr euch herunterladen und selbst beschriften könnt. Macht ein Bild mit dem Plakat oder hängt es auf und schickt uns die Ergebnisse zu!