Our body, our choice, our streets!

Abtreibungsgegner in Stuttgart blockiert

Mit hölzernen Kreuzen und Schildern ausgestattet zieht regelmäßig eine kleine Gruppe christlich-fundamentaler und reaktionärer Abtreibungsgegner durch Stuttgart. Doch gestern, am 21.11., haben wir gezeigt, dass wir nicht einfach zusehen, wie sie ihre frauen*verachtende Propaganda versuchen zu verbreiten. Gemeinsam mit etwa 25 Frauen* haben wir sie daran gehindert, den Marie-Juchacz-Platz, das Ziel ihrer kleinen Prozession, zu erreichen und Frauen* zu belästigen.

Denn wir sind der Meinung: Jede Frau hat das grundlegende Recht, selbst über ihren Körper zu entscheiden! Das schließt auch die freie Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch ein. Als Feministinnen* kämpfen wir deswegen dafür, dass Schwangerschaftsabbrüche zur medizinischen Grundversorgung gehören und der Paragraph 218, der Schwangerschaftsabbrüche immer noch unter Strafe stellt, abgeschafft wird.

Für körperliche Selbstbestimmung und gegen reaktionäre Rollenbilder!

Rechte und christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner dagegen versuchen, Schwangerschaftsabbrüche vollständig zu verhindern. Sie schüchtern Frauen* ein und gehen gegen die wenigen Ärzt*innen vor, die Abtreibungen durchführen. Ihrer Ideologie liegen religiöse Vorstellungen und ein rechtes Gedankengut zugrunde. Dieses greift die Rechte von Frauen* an und drängt sie in die Rolle der Hausfrau und Mutter.

Dass die Kriminalisierung von Abtreibungen weitreichende Folgen für viele Frauen hat, interessiert sie dabei wenig. Im Privaten und ohne ärztliche Kenntnisse durchgeführte Abtreibungen kosten jedes Jahr unzähligen Frauen das Leben. Sie sind außerdem eine hohe psychische Belastung und führen nicht selten zu bleibenden Schäden und Traumata.

Für eine Gesellschaft, in der wir selbstbestimmt leben können!

Jedoch sprechen nicht nur Abtreibungsgegner sondern auch der deutsche Staat uns Frauen* ab, alleine über unsere Körper und unser Leben entscheiden zu können. So sind Schwangerschaftsabbrüche noch immer im Strafgesetzbuch geregelt. Dies zeigt, dass die Unterdrückung von Frauen* in dieser Gesellschaft System hat. Deswegen stellen wir die gesellschaftlichen Verhältnisse an sich in Frage und treten für eine Gesellschaft ein, in der wir selbstbestimmt und frei leben können und in der die Fremdbestimmung über unseren Körper der Vergangenheit angehört. 

We are here, and we will fight, safe abortion is every woman‘s right!