Frauen*kämpferischer 1. Mai 2021

Als Aktionsbündnis 8. März haben wir gemeinsam mit der Vernetzung „Am 1. Mai auf die Straße – was sonst“ einen frauen*- und klassenkämpferischen Bereich auf der DGB-Demonstration gestaltet. Diesen Bereich haben wir Frauen* angeführt. Anschließend haben sich einige Frauen* der revolutionären 1. Mai Demonstration angeschlossen und zum Abschluss haben wir uns mit einem Infostand und einem Redebeitrag am politische Kulturprogramm im Rahmen von „Mein Platz“ am Marienplatz beteiligt.

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innen, sind wir gegen die patriarchalen und kapitalistischen Verhältnisse auf die Straße gegangen. Thematisiert haben wir dabei Missstände, die sowohl Frauen* in der Erwerbstätigkeit begegnen, als auch die noch immer bestehende Ungleichverteilung von Haus-, Pflege- und Sorgearbeit.

Frauen* leisten einen Großteil der gesellschaftlich notwendigen Arbeit – im Job und Zuhause. In der Krankenpflege sind 80 Prozent, in der Altenpflege 83 Prozent und in der Kinderbetreuung 92 Prozent der Beschäftigten weiblich. Zuhause übernehmen Frauen* 50 Prozent mehr an Haus-, Pflege- und Sorgearbeiten – Mütter im Durchschnitt sogar ganze 80 Prozent mehr.

Unsere frauen*kämpferische Perspektive haben wir auf verschiedenen Wegen ausgedrückt:

Wir haben Transparente am Rande der Demonstration in Solidarität mit Beschäftigten – aus der Pflege, dem Einzelhandel und mehr – aufgehängt. Wir haben über 100 lila Luftballons, die mit unserem Motto „Frauen*ausbeutung und Kapitalismus überwinden“ bedruckt waren, steigen lassen und wir haben mit vielen Frauen* eine Wäscheleine aufgespannt, um am Rande der Demonstration auf die unbezahlte Reproduktionsarbeit, die wir als Frauen* leisten, aufmerksam zu machen.

weitere Berichte unter: https://solidaritaet-und-klassenkampf.org