Feministische Solidaritätsaktion mit den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Zum Auftakt der Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst vor dem Rathaus Stuttgart

Am 25. Februar haben wir vor dem Rathaus in Stuttgart ein Berg der Überlastung hinterlassen und uns solidarisch mit den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsberufen gezeigt.

Am selben Tag war der Auftakt der Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst. In der Tarifrunde geht es um einen neuen Tarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten verbessern soll. Als Feministinnen unterstützen wir ihre Forderungen. Mit unserer Aktion im und vor dem Rathaus haben wir mit 30 Aktivist*innen der Stadt als Arbeitgeber gezeigt, dass wir solidarisch hinter den Beschäftigten in ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen stehen.

Auf Plakaten wurden Statements von Beschäftigten auf den Rathausfluren und vor dem Rathaus angebracht. Wenn die Stadtverwaltung sich gegenüber der Situation in den Kitas und Einrichtungen der Sozialen Arbeit mit Ignoranz übt, dann müssen wir die untragbare Situation und unsere Forderungen im Sozial- und Erziehungsdienst ins Rathaus tragen. Der Berg der Überlastung aus Kinderwägen und Spielsachen hat zeitweise den Eingang zum Rathaus blockiert. Viele Passant*innen sind stehen geblieben, haben die Statements durchgelesen und Flyer entgegengenommen.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sind überlastet, ungesehen und unterbezahlt. Wir haben am 25. Februar dafür gesorgt, dass ihre Situation und ihre Forderung sichtbarer sind, damit die Überlastung endlich aufhört und sie den Lohn für ihre Arbeit bekommen, den sie verdient haben.

„Überlastet. Ungesehen. Un(ter)bezahlt. Feministisch streiken! Gegen Kapitalismus und Patriarchat!“

Beteilige dich am feministischen Streik- und Aktionstag am internationalen Frauen*kampftag 2022 in Stuttgart: Demonstration am 8. März 2022 um 16.30 Uhr, Börsenplatz Stadtgarten / Unipark